Bei dem Post über online Rezepte und Medizin musste ich an ein Gespräch mit einem Arzt in meinem Bekanntenkreis zurückdenken. In diesem Gespräch ging es um das Internet als Suchmaschine für Krankheiten und die Stellung einer Selbstdiagnose.
Immer mehr Menschen suchen online nach Ihren Symptomen und haben beim schlussendlichen Besuch beim Arzt ihres Vertrauens bereits Therapie- oder Medizinvorschläge und wollen vom Arzt nur mehr das Rezept oder die Verordnung abholen. So ist für viele ein einmaliger Schmerz in einem Gelenk beispielsweise schon Rheuma oder eine Athrose. Oder ein angeschwollener Lymphknoten bereits Krebs im Endstadium. Dies sind natürlich nur extreme Beispiele, Faktum ist allerdings, dass in etwa 90% der Selbstdiagnosen falsch sind. In den Meisten Fällen werden im Internet auf Seiten wie dem „Symptomat“[1] gesucht und die Möglichkeiten betrachtet. Liest man dort die Symptome der verschiedenen Krankheiten werden sehr viel zu Hypochondern, da man eventuell einmal ein Stechen hier, oder ein drücken dort hatte. So werden die Informationen sehr oft über-interpretiert und falsche Schlüsse gezogen, die Meinung von Ärzten ist dann nur mehr Nebensache.
Fraglich ist ob solche Dienste wirklich sinnvoll sind oder nur unnötige Angst schüren, die Meinung der Mediziner ist allerdings eindeutig: Informationen beschaffen ist gut und schön, Diagnosen sollte aber trotzdem lieber ein ausgebildeter Mediziner treffen.