Anmelden

Die A1 Telekom und ihre Versprechen

Vor einigen Wochen ist ein Bekannter mit seinem Büro samt Internetanschluss von einem Grazer Randbezirk in die Innenstadt gezogen. Um solche Umzüge zumindest im Telekom Bereich zu vereinfachen, bietet A1 den sogenannten Umzugsservice. Hierbei muss sich der Kunde keine Gedanken über ein neues Telekom Produkt oder die technische Machbarkeit machen.
Laut A1 sollte alles mit voller Geschwindigkeit (speziell das Internet) verfügbar sein. Der Techniker, der für die Umstellung zuständig war kam pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt. Die Einrichtung war schnell erledigt und der Fachmann von der Telekom versprach, dass der Internetanschluss in rund zwei bis drei Tagen die volle Geschwindigkeit haben sollte. Schon nach einer Stunde synchronisierte sich das Modem schonmal auf zwei, der versprochenen acht Megabit. Gut, dachte ich mir, dann wird das mit der Geschwindigkeit in den nächsten Tagen wohl klappen. Rund drei Wochen später war ich zufällig wiedermal vor Ort und bemerkte mehr zufällig die geringe Bandbreite des Internetanschlusses. Bei genaueren Messungen stellte ich fest, dass die Geschwindigkeit noch immer bei rund zwei Megabit pro Sekunde liegt. Die Nutzer des Anschlusses bemerkten zwar die geringe Geschwindigkeit, dachten sich aber, das ist hier wohl so und man könne eh nichts machen. Ein kurzer Anruf bei der Hotline des Anbieters reichte, und die Geschwindigkeit war binnen 20 Minuten auf den vollen acht Megabit. Der Mitarbeiter des Kundenservice meinte, er könne sich nicht erklären, warum die Geschwindigkeit künstlich gedrosselt war.

 

Da ich so ähnliche Erfahrungen schon öfters gemacht habe, sieht es für mich mittlerweile so aus, als würde diese Praxis System haben. Das wäre dann wohl ein etwas anderer Ansatz, Netzkapazitäten zu sparen.

 

Kommentare

  • Lukas Giner vor 391 Tagen

    Ich würde mal sagen dein Verdacht, dass das System hat, ist durchaus begründet.
    Die Idee dahinter ist sicher das ein guter Teil der Kunden die Geschwindigkeit nicht feststellen kann und nicht einmal bemerkt das hier betrogen wird.

    Die Strategie ist ja eigentlich sogar naheliegend, schließlich kann der Support dann immer sagen "ups" und dann ist der Kunde wieder zufrieden. Das war sowohl bei mir als auch bei einigen meiner Bekannten so.

  • Michael Neurohr vor 384 Tagen

    In der Tat!

    Das Frechste dabei war noch dazu, dass ich bestimmt zwei Minuten gebraucht habe um dem Hotlinemitarbeiter zu erklären, dass ich nicht das teurere Gigaspeed Produkt möchte, sondern nur meine mir zustehende Geschwindigkeit.